Grundlegendes Verständnis

Grundsätzlich ist es nicht das Ziel dieses Portfolios einen Benchmark zu schlagen. Dieses ist aufgrund der Informationseffizienz der Märkte auch gar nicht möglich. Daher ist die Marktrendite das angestrebte Ziel. Zudem wird kein aktives Trading betrieben, weil dieses nur unnötig Geld und Zeit kostet. Außerdem ist es empirisch erwiesen, dass aktives Investieren eher einer Wette gleicht und der Buy-and-Hold Strategie langfristig unterlegen ist.

 Das Weltportfolio

Der Aktienmarkt wird in vier Weltregionen aufgeteilt:

  1. Nordamerika
  2. Europa
  3. Entwicklungsländer
  4. Pazifik

Im Portfolio werden die Weltregionen zu 50 Prozent nach Marktkapitalisierung und zu 50 Prozent nach Bruttoinlandsprodukt gewichtet. Die Daten stammen von der Weltbank.

Es ist möglich den Aktienmarkt noch in Growth und Value Aktien zu splitten. Meine ETF-Auswahl bildet nur Growth Aktien ab. Dabei besteht ein Markt auch aus Value Aktien. Da mein Portfolio derzeit noch sehr klein ist, bleibt dieser Ansatz zunächst unbeachtet.

Neben den Aktienmärkten gibt es noch bekanntlich weitere Märkte. Hierzu zählen Rohstoffe, Immobilien und Renten. Jedoch investiere ich nicht in Rohstoffe. Betrachtet man folgende Abbildung ist zu erkennen, dass Rohstoffe langfristig keinen Mehrwert generieren.

Rohstoffpreise Öl Verlauf

Abbildung 1, Kommer (2011), Souverän Investieren mit Indexfonds und ETF‘s. Campus Verlag (Frankfurt), S. 189.

 

Die Schwankungen sind explosionsartig und nicht vorherzusagen. Deutlich zu erkennen ist, dass die Preise generell bei Krisen in die Höhe schnellen und nicht durch steigende Nachfrage seitens der Industrie. Würde man mit Market Timing versuchen den Zeitpunkt einer Kriese zu bestimmen und den Rohstoffanteil im Portfolio dementsprechend übergewichten, befände man sich nicht mehr im Buy-and-Hold-Ansatz, sondern im aktiven Management. Daher schließe ich Rohstoffe aus dem Portfolio aus.

Immobilien hingegen befinden sich aufgrund ihrer geringen Korrelation zu Aktien in meinem Portfolio.

Rentenpapiere (risikolos) sind derzeit im Portfolio enthalten, werden aber mit der Zeit verringert, weil ich eine 80 – 90 % Aktienquote erreichen möchte, um die Chance auf höhere Renditen zu erhöhen und, weil ich das angelegte Kapital nicht für kurzfristige Ziele anspare, sondern für in etwa 30 Jahren.

In der modernen Portfoliotheorie ist es notwendig alle Vermögenswerte bei der persönlichen Risikobereitschaft zu berücksichtigen. Hierzu zählt insbesondere das Humankapital. Da ich relativ jung bin und eine gute Ausbildung besitze, ist mein Humankapital sehr hoch. Daher vertrage ich eine hohe Aktienquote.

Portfoliovarianten
A B C D E F G H I J K
% – risikolos 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
Weltportfolio 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0%
Max. kumul. Verlust (geschätzt) real -54% -50% -45% -42% -35% -30% -24% -18% -11% -4% -1%
Reale historische Rendite p.a. 10,9% 10,4% 9,8% 9,2% 8,5% 7,8% 7,0% 6,2% 5,3% 4,4% 3,5%
Langfristig real erwartete Rendite p.a. 9,2% 8,3% 7,8% 7,2% 6,6% 6,0% 5,3% 4,6% 3,6% 2,6% 1,5%
Mindestanlagehorizont 11 10 9 8 7 6 4 3 2 2 0

Abbildung 2, Kommer (2011), Souverän Investieren mit Indexfonds und ETF‘s. Campus Verlag (Frankfurt), S. 208.

Das Prinzip ist folgendes:

Jeden Monat wird mit einem bestimmten Betrag ein Anteil an einem oder mehreren Exchange Trust Fond(s) gekauft. Dabei versuche ich stets die SOLL-Anteile zu beachten. Dadurch findet regelmäßig ein Rebalancing statt.

Die angestrebte Aufteilung wird 85 % Aktien, 5% risikolose Anlagen und 10 % Immobilien betragen.

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