Eine Aktie als Perpetuum mobile?

Ein perpetuum mobile ist eine utopische Maschine, die ohne Energiezufuhr dauerhaft Arbeit verrichten kann.

Dieses Utopie kann man auf unserer Erde nicht realisieren, da die Physik die Grenzen aufzeigt. Mit meiner Aktienstrategie versuche ich jedoch ganz nah heran zu kommen. Nämlich, indem die Aktie einen kritischen Wert erreicht und die Ausschüttungen hoch genug sind, damit sie den eigenen Sparplan befüllt.

Diesen kritischen Wert haben wir jetzt am 01.11.2019 mit der Royal Dutch Shell erreicht. Der Investitionsbetrag beträgt total 1.888 EUR und bei einer gegebenen Dividendenrendite von 5,34% erhalten wir 100,78 EUR im Jahr, also ca. 25 EUR je Quartal.

Royal Dutch Shell schüttet vier Mal im Jahr, immer zum Quartalsende, aus. Daher haben wir nun einen Sparplan über 25 EUR erstellt, der am Anfang des Folgemonats, nach der Ausschüttung, ausgeführt wird. Somit bespart das Unternehmen sich selbst und wir erhalten immer mehr Anteile, ohne auch nur einen Finger zu krümmen. Fast wie bei einem perpetuum mobile.

Wie du der Grafik entnehmen kannst, steigt hierdurch die Dividende unaufhaltsam in die Höhe.

Wenn man es nun ganz genau machen will, müsste man den Sparplan nach jeder Ausschüttung anpassen, da es ja mehr als 25 EUR sind. Das kostet zwar nur wenige Minuten aber widerspricht dem Gedanken des Perpetuum mobile.

Selbstverständlich kann man diese Strategie auch für andere Unternehmen anwenden. Wobei sich Quartals- bzw. Monatszahler wie Realty Income (ISIN: US7561091049) besser eignen als Einmalzahler wie die meisten deutschen Unternehmen.

Bei Realty Income zum Beispiel muss ich derzeit noch nach jeder monatlichen Ausschüttung drei Minuten investieren und den Aktiensparplan um die vorher eingegangene Dividende erhöhen. Somit werden die Ausschüttungen sofort reinvestiert und bei der nächsten Sparplanausführung werden noch mehr Anteile am Unternehmen erworben. Sobald hier pro Quartal die 25 EUR erreicht werden, wird auch dieser Sparplan wie Shell umgestellt.

Das nächste Unternehmen, welches die 25 EUR-Grenze je Quartal knackt, wird AT&T sein. Hier fehlen noch knapp 700 EUR, die wir aber schnell zusammen haben werden.

Die nächsten Meilensteine wären dann statt einer quartalsweisen Ausführung der Sparpläne, diese auf alle zwei Monate und dann wieder auf jeden Monat umzustellen. Bei Shell wären hierfür jährlich 300 EUR Dividenden notwendig, die einem Kapitaleinsatz von knapp 5.600 EUR entsprechen. Noch ein weiter Weg dahin, da wir erst 33% davon besitzen.

Letztendlich sollte das Ziel sein, dass sich das Portfolio selbst bespart und man seine Zeit mit Freizeit und Familie verbringt & nicht mit der Zuweisung erhaltener Zahlungen in andere Sparpläne. Wobei auch das Spaß machen kann.

Schöne Grüße

Jasmin, Mathilda und Michael

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