Deutschland, jammern auf höchstem Niveau

Mich hat bei Instagram, auf dem stark links geprägten Account “Twitterperlen” ein Repost des Twitteraccounts “TomKraftwerk” stark getriggert:

“Irgendwie komplett bescheuert, dass ich jeden Monat die Schulden eines fremden abbezahlen muss, nur weil ich selbst nicht so viele Schulden wie er aufnehmen kann. #Miete”


Bei so viel Quatsch weiß ich ehrlich gesagt gar nicht, wo ich anfangen soll. Und dann diese  Zustimmung in den Tweets. Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte:

Ein Argument des Thread-Erstellers, warum das Leben nicht fair ist: Er ist ohne Mamas Starthilfe nach dem Studium mit 10.000 EUR Schulden ins Leben gestartet. 10.000 EUR ! Wahnsinn. Wenn er es richtig anstellt, ist er in einem Jahr schuldenfrei.

Ich beginne einfach mal mit dem ersten Teil des Zitats: “[..] dass ich jeden Monat die Schulden eines fremden abbezahlen muss [..]”

Eine Person nimmt Kapital in die Hand. Ob dieses einem Kredit oder einer Erbschaft entstammt, angespart oder gewonnen wurde, sollte einem egal sein. Es ist sein Kapital und er kann damit anstellen, was er möchte. 

Der Fremde nimmt also das Geld und erwirbt eine Immobilie, wohlwissend um die Risiken.

Ein paar Beispiele gefällig?

  • Finanzielles Klumpenrisiko
  • Mietausfallrisiko
  • Wertverlustrisiko

Daneben entstehen noch Pflichten, die der Investor zu erfüllen hat. Olaf Scholz und die Gemeinden halten nämlich immer schön die Hand auf. Und wenn das Geld knapp wird, werden einfach die Steuern für Eigentümer erhöht. Sie sind schließlich immobil und eine Immobilie schnell ohne Abschläge zu liquidieren, ist unmöglich.

Der Fremde geht also ziemlich viele Risiken und Pflichten ein, um Eigentum zu erwerben und es der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Und der Mieter? Natürlich muss er all diese Kosten plus eventuell einen kleinen Gewinn bezahlen, wenn die Umgebung entsprechende Renditen ermöglicht. Der Investor kann schließlich nicht von Luft und Liebe leben. Das vergessen Sozialisten häufig. 

Wundert mich eigentlich. In allen sozialistischen Experimenten hatten die Leute meistens nur Luft und Liebe zum Essen. Hat ihnen nicht gefallen.

Der Mieter hat noch mehr Vorteile. Er muss sich um nichts kümmern. Der Vermieter hat dafür zu sorgen, dass unter anderem Wasser, Heizung oder Räumdienst im Winter funktionieren. Und wenn sich die Gegebenheiten des Mieter ändern, zieht er einfach um. Er hat volle Flexibilität, während der Vermieter zusehen muss einen neuen Mieter zu finden, um einen Leerstand und somit hohe Kosten zu vermeiden.

Aber der Vermieter ist natürlich der böse Miethai, der den armen Mieter ausquetscht. Dass die Mieterschutzgesetze den Vermieter eigentlich enteignen, will ich hier erst gar nicht thematisieren. 

Zusammengefasst aber: Jemand kauft Eigentum und darf dann letztendlich so gut wie nichts mehr damit machen. Zusätzlich ist seine Investition immobil und den Gefahren der immer mehr sozialistisch geprägten Politik ausgesetzt.

Kommen wir zum zweiten Punkt des Zitats:

“[..]nur weil ich selbst nicht so viele Schulden wie er aufnehmen kann.”

Dass du nicht so viele Schulden wie der andere aufnehmen kannst, kann viele Gründe haben. Der Fremde hat eventuell einen besser bezahlten Job oder ist älter und konnte bereits Rücklagen bilden, die als Sicherheit dienen, lebt minimalistischer oder bewusster und kann sich Kredite leisten.

Aber zu jammern, dass jemand Geld hat, das ihm zur freien Verfügung steht, ist einfach nur scheiße. Was ich hingegen verstehe: “Nehmt es ihm weg, denn er darf nicht mehr als ich haben!”

Warum gehen linke Geister eigentlich davon aus, dass jeder das Recht auf eine Eigentumswohung haben sollte? Selbst wenn der Staat jedem eine Wohnung zur Verfügung stellen würde, muss das Geld irgendwo herkommen. Und von wem kommt es? Vom Steuerzahler, genauer gesagt zum Großteil aus der Einkommensteuer. Und da Linke häufig nicht arbeiten oder geringfügigen Beschäftigungen nachgehen, zahlen sie kaum bis gar keine Einkommenssteuern. Daher wird der gemeine Steuerzahler für die Wohnungen aufkommen müssen.

Ist ja auch typisch links. Fordern und andere bezahlen lassen.

Allgemein finde ich die Idee, dass der Staat, also du und ich, einem jeden eine Wohnung kostenlos zur Verfügung stellen sollte, ziemlich befremdlich. Da könnte man doch glatt auf die Idee kommen, dass ein jeder einfach sein eigenes Eigentum abbezahlt. Und wenn du es dir nicht leisten kannst, dann ändere es. Wenn du es nicht ändern kannst, dann kannst du dir keine Eigentumswohnung leisten. Ein Recht auf eine Eigentumswohung gibt es nicht. Dealt with it.

Übrigens ist es völlig normal, dass jemand in Vorleistung geht und dir dann die Ware verkauft oder zur Verfügung stellt. Wasser, Lebensmittel, Krankenversorgung. Und für die aufgenommenen Risiken will er entlohnt werden. Ganz einfach.

Kapitalistische Grüße

Michael

2 Gedanken zu „Deutschland, jammern auf höchstem Niveau

  1. David-George

    Hallo Michael,
    Ich habe deinen Blog durch eine kurze virtuelle Konversation auf Facebook mit dir vor etwa einem Jahr entdeckt. Seitdem lese ich ihn regelmäßig und bin sehr begeistert davon, wie strukturiert du vorgehst und habe mir dieses selbst auch vorgenommen. Ich wünsche dir nur das Beste und ein gesundes Wachstum für dein Depot. Liebe Grüße an Jasmin und Mathilda. Mach weiter so!
    Ebenfalls mit kapitalistischen Grüßen verbleibend,
    David-George

  2. admin Autor des Beitrages

    Herzlichen Dank für die netten Worte! Lass doch auch mal etwas von deinem Depot hören!

    Beste Grüße!

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