Depotupdate März/April 2020

Liebe Kapitalisten, für den Monat März habe ich es einfach nicht geschafft ein Depot-Update zu erstellen oder ein neues Unternehmen aus unserem Depot vorzustellen. Dafür fasse ich jetzt März und April zusammen.

Wenn du keine Lust auf Lesen hast, dann könnte dir ja das YouTube-Video gefallen. Ansonsten geht es unter dem Video weiter mit dem Text.

 

Depot-Update_2So schnell konnte ich im März gar nicht gucken, wie die Kurse in den Keller rauschten. Wir hatten im Hoch über 50.200 EUR und dann begann das Massaker. Der tiefste Punkt war bei 37.900 EUR erreicht, eine Differenz zum Hoch von über 24,5 Prozent innerhalb weniger Tage. Das meiste davon waren ja nur Buchgewinne. Betrachtet man den Rückgang zu unserem investierten Kapital von 42.500 EUR, beträgt der Verlust nur 10,8 Prozent. Der MSCI World hatte über 21% verloren.

Naja, zumindest kann mir keiner mehr vorwerfen, ich hätte keinen Crash miterlebt. Auf jeden Fall kann ich mit den Verlusten sehr gut schlafen, weil ich davon überzeugt bin, dass die Weltwirtschaft sich wieder erholen wird und somit auch meine Unternehmen.

Dann haben wir es im März geschafft Unilever und Johnson & Johnson soweit zu besparen, dass sie ihr Maximum von ca. 2.860 EUR erreicht haben. Zumindest ihr Maximum, wenn ich von einer fiktiven Portfoliogröße von 100.000 EUR ausgehe. Johnson & Johnson bringt derzeit knapp 72 EUR im Jahr ein was 2,5% Dividendenrendite entspricht, und wenn die prognostizierten Dividendenerhöhungen eintreffen, werden es in drei Jahren 84 EUR sein (2,9% Dividendenrendite).

Ich wollte so gerne mehr Kapital einsetzen, um die günstigen Kurse zu nutzen. Doch leider hatte ich fast alle unsere letzten Reserven bereits am Anfang des Crashs in den Markt geballert. War zwar nicht viel, 1.200 EUR, aber ich hätte etwas geduldiger sein müssen. Besonders freut und gleichzeitig ärgert mich der Kauf von American Water Works.

In einer Analyse habe ich den fairen Wert auf ca. 104 EUR geschätzt. Und dann stürzt die Aktie auf unter 94 EUR ab! Und wer hat natürlich kein Geld mehr? Richtig. Ich habe mir dann nur eine einzige Aktie zu 93 EUR kaufen können. Jetzt steht sie wieder fast beim alten Kurs (115 – 120 EUR) von vor der Corona-Pandemie.

Weitere nennenswerte Aktien: McDonald’s fehlen noch 112 EUR und Pepsi 390 EUR, um in den elitären Kreis der Perpetuum-Mobile-Aktien zu kommen. Weitere Schwerpunkte dieses Jahr sind Texas Instruments, Cisco und Caterpillar.
Warum ausgerechnet diese Aktien? Die meisten meiner Aktien schütten immer am Quartalsende aus. Und damit sich die Ausschüttungen etwas mehr auf alle Monate verteilen, werde ich versuchen die drei genannten Unternehmen durch Sonderzahlungen zu pushen.

Im März habe ich auch noch angefangen mein Geld vom Bondora Go&Grow abzuziehen. Es geht um knapp 1.600 EUR, die ich so oder so ab Juni abziehen wollte. Nun fehlen mir zwar knapp 27 EUR an Zinseinnahmen aber da Corona so ein großes Ausmaß angenommen hat, wollte ich zumindest diese liquiden Mittel auf dem Girokonto sichern. Vor allem, da für unser Kind Mathilda einige große Anschaffungen anstehen.

Die Einlagen bei Mintos bleiben hingegen unangetastet. Hier zahle ich mir immer zum Monatsende die 25 EUR Zinserträge aus und investiere diese in einen Aktiensparplan.

Die Entwicklung des Depots

Unser Einstandswert beträgt jetzt Ende April solide 43.650 EUR. Im Vergleich zum Februar mit 42.839 EUR ergibt sich eine Differenz von 811 EUR. Dieses Kapital bringt uns zukünftig durchschnittlich 98,60 EUR Dividende monatlich was einer Rendite von 2,9% entspricht. Ab Mai sollte dann auch der zweite Meilenstein, nämlich die Grenze von 100 EUR, geknackt werden.

Wie schaut es mit den Dividenden aus? Jetzt, Stand 30.04.2020 sind noch keine Dividenden ausgefallen. Bleibt zu hoffen, dass es im Mai auch so bleibt. Johnson & Johnson hat sogar die Dividende erhöht! Leider hat Unilever seine Dividende für die nächste Auszahlung nicht erhöht, sondern bei 0,4104 EUR je Aktie belassen.

Im März gab es 150,69 EUR und im April 19,47 EUR an Dividende. Wäre schon ziemlich nett, wenn die 150 EUR jeden Monat eintrudeln würden. Richtig cool sind die bereits nennenswerten Dividendenbeträge von Johnson & Johnson mit 15,27 EUR, Unilever mit 20,20 EUR, Shell mit 37,47 EUR & Pepsi mit 14,80 EUR.

Neuer Fahrplan

Wie will ich eigentlich die 150 EUR erreichen? Dafür muss ich etwas weiter ausholen. Ich habe seit Mitte März einen enormen Anstieg an Bestellungen für meine fleischfressenden Pflanzen. Da ich bei YouTube aktiv bin und immer mehr Views habe, muss ich Kommentare und Fragen beantworten. Zeitgleich entwickle ich neue Videoideen, die ich realisieren muss. Das nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Und ich kann den Monat Mai noch gar nicht abschätzen. Sollte das Volumen so hoch bleiben, wäre ich selbstverständlich froh aber es wird sehr anstrengend.

Warum ich das schreibe: Ich hatte vor diesem Umsatzanstieg relativ viel Zeit, mich um Dividendenaktien und mein Portfolio zu kümmern. Ich konnte hier und dort eine Analyse machen, meine Berechnungsdatei verbessern oder einfach ein paar Forecasts erstellen. Das geht jetzt leider nur noch stark eingeschränkt.

Daher habe ich entschieden, dass ich für 20 bestimmte Aktien einen einfachen Sparplan über 25 EUR monatlich erstelle und mich nicht weiter darum kümmere. Sobald ein Wert seinen Maximalbetrag von 2.860 EUR erreicht hat, wird der Sparplan gelöscht und die 25 EUR auf den nächsten Wert übertragen.

Vor diesem Plan hatte ich noch so Sachen betrieben wie „Sparplan anpassen, wenn die Dividende reinkommt“ oder andere kleine Anpassungen. Und daher denke ich, dass ich die hiermit gewonnene Zeit besser in meine Unternehmung investieren kann.

Die eintreffenden Dividenden werden genutzt, um den in Anspruch genommenen Wertpapierkredit zurückzuzahlen. Ich hatte vor Monaten ein paar Limits eingestellt und die Order wurden ausgeführt, was dazu führte, dass der Kredit in Anspruch genommen aber bis heute nicht zurückgezahlt wurde.

Die einzige manuelle Anpassung ist die Investition der 25 EUR von Mintos. Derzeit wird alles in McDonalds „reingeballert“. Danach folgt Pepsi, Texas Instruments, Cisco und Caterpillar.

Ausblick

Das war es auch schon. Ich hoffe, ich konnte dir einen umfassenden Einblick in die Entwicklung meines Depots geben. Demnächst versuche ich die bereits fertige Vorstellung von Encavis zu verfilmen und online zu stellen. Ich persönlich finde dieses Unternehmen ziemlich geil aber sehr teuer. Zum Glück hatte ich bei 6,50 EUR je Aktie investiert als die Dividendenrendite noch bei 4,1% stand. Heute kostet die Aktie 11 EUR bei 2% Dividendenrendite.

Die Firma Linde hat es mir ebenfalls angetan und ich werde versuchen eine Unternehmenspräsentation zu erstellen.

Bis bald!

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