Warum Gold keine Investition ist und gemieden werden sollte

Die Goldblase

Gold hat seit jeher eine anziehende Wirkung auf Menschen. Bereits in der Kupfersteinzeit wurde Gold nachweislich abgebaut und verarbeitet. Seitdem ist sein Siegeszug nicht aufzuhalten. Gold wurde zu einem Tauschmittel, später, ab dem 6. Jh. v.Chr. zu einer Währung in Form gestanzter Münzen. Es entbrannten Kriege um dieses Edelmetall und viele verloren ihr Leben, obwohl dieses Gold in früheren Zeiten keine nutzbaren Vorteile besaß. Um Rüstungen, Waffen und Wehranlagen zu erstellen, nutze man stattdessen Kupfer, Eisen und Stein, denn Gold war zu weich. Sein einziger Vorteil bestand in seinem Aussehen und seiner Seltenheit.

In der Moderne kann Gold seine Vorteile (hohe Korrosionsbeständigkeit, leichte Lötbarkeit) nutzen. Jedoch hat Silber ebenso diese Vorteile, bei der Leitfähigkeit übertrifft es Gold zusätzlich um Längen. Gleichzeitig ist es günstiger und kommt in hohen Mengen vor.

Gold hat somit nur einen Liebhaberwert, Silber hingegen wird mengenmäßig häufiger industriell verarbeitet. Ein hoher Goldpreis ist nicht gerechtfertigt, sondern bildet eine langanhaltende Blase, die von Ängsten und einer 6.500 Jahre alten Geschichte genährt wird.

Warum Gold keinen Kauf wert ist

Viele Menschen „investieren“ in Gold, Werbungen sind voller Angebote „Jetzt günstig in Gold investieren“. Aber ist Gold überhaupt eine Investition (wert)?

Eine Investition zielt in der Regel auf einen späteren Gewinn oder Mehrwert ab. Gold erfüllt keine dieser Eigenschaften. Langfristig hat es eine inflationsbereinigte Rendite von 0,7% pro Jahr und das vor Kosten! Zu den Aufwendungen gehören unter anderem die Lagerung bei der Bank, der Kauf eines hauseigenen Tresors für zu Hause oder Bezugskosten. Die Rendite fällt noch weiter, nähert sich null Prozent oder unterschreitet diese sogar. 

Zusammenfasst: „Investition ist ein Zahlungsvorgang, der mit einer Auszahlung (man zahlt zunächst Geld) beginnt und spätere Einzahlungsüberschüsse (Gewinne) erwarten lässt“.

Und genau das macht Gold langfristig nicht. Einzahlungsüberschüsse in Form von Zinsen oder Dividenden gibt es nicht. Man spekuliert nur auf den Anstieg des Goldpreises, um mit Gewinn zu verkaufen. Wie oben bereits beschrieben, beträgt dieser Anstieg langfristig nur 0,7% vor Kosten. Eine wirkliche Investition wäre der Kauf von Aktien. Hierbei werden Unternehmensanteile erworben, die (eine hohe Streuung vorausgesetzt) langfristig inflationsbereinigte durchschnittliche Renditen von 6,5 % pro Jahr bieten.

Gold hat noch einen weiteren großen Nachteil: Sein Wert schwankt mehr als der von Aktien. Diese sogenannte „Volatilität“ ist ein Indikator für Risiko. Je höher die Schwankung, desto risikoreicher ist die Anlage. Und je riskanter eine Anlage ist, desto mehr Rendite sollte sie als Ausgleich bieten.

  • Gold hat ein hohes Risiko (20,07%) und eine Rendite von ca. 0,7 %.
  • Aktien haben ein hohes Risiko (18,87%) und eine Rendite von ca. 6,5 %.

Welche dieser Anlagen ist nun renditestärker? Das lässt sich zwar auf den ersten Blick erkennen, aber eine Berechnung beweist den Unterschied. Dazu nutze ich die „Sharpe-Ratio“:

„Rendite / Risiko = Wie viel Rendite erhalte ich je Prozentpunkt Risiko“

  • Gold: 0,7 / 20,07 = 0,035
  • Aktien: 6,5 / 18,87 = 0,344

Damit ist klar, dass Aktien die bessere Alternative sind.

Das Katastrophenargument

Oftmals wird behauptet, dass Gold bei einem Krisenfall (Krieg, Naturkatastrophe, Währungsreform) als Tauschmittel genutzt werden könnte. Dieses Argument kann schnell und einfach wiederlegt werden.

  1. Tauschmittel sollten klein und in hoher Menge vorhanden sein, damit häufig getauscht werden kann. Gold kann zwar auch in Form von Münzen gekauft werden, wahlweise als 1 Unze (31 Gramm) oder noch kleiner, jedoch sind die Aufschläge auf den Unzenpreis umso höher, je kleiner die Stückelung ist. Daher zahlt man Unmengen für eine Stückelung und für einen Ernstfall, der eine unglaublich geringe Eintrittswahrscheinlichkeit hat. Man kann auch einen Goldbarren kaufen und diesen zerschneiden. Aber der Mehraufwand lohnt sich ebenfalls nicht, da die Kosten wieder den Nutzen übersteigen.
  2. Das Gold müsste beschützt werden, sollte es zu einem Krisenfall kommen, denn Menschen werden skrupellos, wenn es ums Überleben geht. Eine Investition in ein Gewehr und Munition sind sinnvoller angelegt als Gold, um welches man ständig Angst haben müsste.
  3. Neben dem Schutz gilt es das Gold sicher zu verstecken, sollte man es nicht ständig bei sich tragen. Die Verstecke könnten jedoch gefunden, vergessen oder unzugänglich werden.
  4. Zu guter Letzt wurden schon mehrfach der Besitz von Gold in großen Krisen von Staatsseite aus verboten.

 

Ich hoffe ich konnte dich durch diesen Artikel von der Idee einer Goldinvestition abbringen. Über Anregungen würde ich mich freuen.

2 Gedanken zu „Warum Gold keine Investition ist und gemieden werden sollte

  1. Artur Kraus

    Lange nicht mehr so viel zusammengewürfelten Schwachsinn gelesen…. Schade, dass viele Menschen, die das hier lesen, das ganze noch glauben. Gold hat eine jährliche Wertsteigerung gegenüber dem € von über 10%.
    Kann man z.B. bei finanzen.net nachlesen.
    Gold war, ist und wird immer eine Krisenwährung sein, ist ein sehr guter Inflationsschutz und in Deutschland als Sondervermögen gelistet.
    Im Falle einer Krise verlieren Aktienbesitzer als erste ihr Vermögen. Und nein ich bin gegenüber Aktien nicht negativ gestimmt, nur sollen manche Menschen erstmal den Unterschied zwischen Spekulation und sicherer Anlage lernen.

  2. admin Autor des Beitrages

    „Gold hat eine jährliche Wertsteigerung gegenüber dem € von über 10%.“ Zeigen Sie mir bitte diese Berechnung, Papier ist geduldig.
    „Gold [..] ist ein sehr guter Inflationsschutz [..].“ Das stimmt nur bedingt. Zwar ist die mittlere inflationsbereinigte Rendite mit 0,7 % positiv, die Volatilität ist aber zu hoch, um von mittelfristiger Wertstabilität zu sprechen. In meinem Artikel geht es aber um die Entscheidung, ob Gold eine Investition wert ist, was es nicht ist, weil es eine reine Spekulation ist.
    „Im Falle einer Krise verlieren Aktienbesitzer als erste ihr Vermögen.“ Welche Art von Krise? Definieren Sie bitte. Und erklären mir dann bitte, wie das Vermögen dann verschwindet.
    „[..] Unterschied zwischen Spekulation und sicherer Anlage lernen.“ Spekulation: „Ein Geschäft, bei dem man auf Gewinne durch zukünftige Veränderungen von Preisen hofft.“ Und genau das machen Goldspekulanten. Bei Aktieninvestitionen wird Eigenkapital zur Verfügung gestellt, welches ins operative Geschäfts investiert wird, damit das Unternehmen wächst und die Gewinne steigen und das eingezahlte Kapital sich vermehrt. Gold hingegen spekuliert nur auf steigende Preise, mehr nicht.

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